Biointegrale

„BioIntegrale ist keine Arbeitsmethode. Es ist vielmehr eine Denkweise, eine Lebensphilosophie“ Stefano Casadei

Stefano Casadei
Stefano Casadei

Der Natur die Landwirtschaft durch den Schutz der Artenvielfalt und der Biodiversität zurückgeben und jeder landwirtschaftlichen sowie weinbaulichen Entscheidung das Wohlergehen der Natur zugrunde legen. Das ist die Philosophie der Tenuta Casadei, einem BioIntegrale-Weingut im Herzen der Alta Maremma, die den Schutz der Natur in den Mittelpunkt ihres Projekts stellt. Schutz und Verbesserung des umgebenden Ökosystems, Förderung der Bodengesundheit und -vitalität sowie der Lebewesen, die hier zuhause sind. Dies sind die wesentlichen bzw. lebensnotwendigen Voraussetzungen für die Betriebsentscheidungen in Bezug auf Agronomie, Architektur und Energie. BioIntegrale steht für die Wiederentdeckung traditioneller Anbaumethoden zur Stärkung der Böden – um den menschlichen Eingriff beim Rebstock möglichst gering zu halten. Ein Beispiel: Die Arbeit von Menschen und Tieren miteinander integrieren und auf den Einsatz synthetischer Chemikalien verzichten. BioIntegrale und ethische Landwirtschaft: In der Praxis geht es dabei um Entscheidungen, wie den Verzicht auf chemische Zusätze, die Energieeinsparung, die Reduzierung mechanischer Eingriffe, die Wiedereinführung organischer Stoffe und die natürliche Abfallentsorgung. Erde, Wasser, Luft und Licht sind die primären Elemente, welche die Grundlage jeglicher Lebensform darstellen, sowie die Grundlage der BioIntegrale-Philosophie und deren Methoden. Es geht dabei um die Mittel, die die Tenuta Casadei für den Anbau und den Schutz des Lebensraums von Tieren und Insekten sowie des Ökosystems einsetzt.

Pferde mahlen

Biointegrale® Philosophie

„Ich wurde mit der Idee geboren, die Natur zu respektieren. Denn ich wurde in den Olivenbaum, den Rebstock, die Weinlese hineingeboren. Und weil nachhaltiges Denken bedeutet, Verhaltensweisen und Lebensstile zu übernehmen, die für meine Familie und mich schon immer selbstverständlich sind.“

Durch die Förderung der Vitalität des Ökosystems und den Schutz der Biodiversität gewährleisten die BioIntegrale-Anbaumethoden eine nachhaltige Entwicklung und die Erhaltung der Grundressourcen.
Durch den Einsatz von Produktionsmethoden, die den Bedürfnissen der Gegenwart entsprechen, ohne die Zukunft zu gefährden, verfolgt die Tenuta Casadei den Ansatz „alles wird geschaffen, nichts geht verloren, alles wird umgewandelt“. Dieser Ansatz spiegelt sich im reduzierten Flächenverbrauch wider, sowie im Einsatz umweltfreundlicher Hilfsmittel und in einer ganzheitlichen Betrachtung dessen, was sowohl auf dem Feld als auch im Keller geschieht.
Für die Tenuta Casadei bedeutet die BioIntegrale-Philosophie die Erfüllung einer moralischen Verpflichtung: Die natürliche, kulturelle und menschliche Umwelt zu erhalten und aufzuwerten, um sie gesund und vital an die nächsten Generationen weiterzugeben. Denn der Umweltschutz ist eine unabdingbare Voraussetzung für den zukünftigen Wohlstand.

Die 10 Gebote des BioIntegrale

1. Integration zwischen Mensch und Tier schaffen:
    • Die angebauten Flächen von Gänsen und Schafen in freier Wildbahn reinigen lassen;
    • Zugpferde möglichst oft einsetzen, um die erheblichen Belastungen des Traktors einzuschränken.

2. Einheimische Arbeitskraft bzw. Betriebe sowie vorwiegend einheimische Produkte einsetzen zur Umverteilung des Reichtums auf das gesamte Gebiet und zur Unterstützung der lokalen Kultur und Traditionen.

3. Die technischen Vorgänge auf dem Boden reduzieren, indem man alte Anbaumethoden bzw. moderne Technologien einsetzt:
    • Pflanzenschutzspritze für die Behandlung mehrerer Rebzeilen, wobei die Flüssigkeit am Rande der Rebzeile automatisch wieder gesammelt wird;
    • Handlese und Transport der Ernte per Hand;
    • Auswahl der landwirtschaftlichen Maschinen aufgrund der Analyse der Bodenverdichtung sowie der Bodenstruktur.

4. Den Eingriff des Menschen an der Pflanze durch den Vorzug rationeller Anbaumethoden einschränken:
    • Erziehungssysteme, die die Alterung der Pflanze einschränken;
    • reine Notbewässerung;
    • die Reben biegen und binden anstatt Rebschnitte durchzuführen.

5. Den Boden anstatt der Pflanzen nähren, um zur Bodenvitalität beizutragen:
    • Ausschließlich organischen, im Rahmen der biologischen Landwirtschaft zugelassenen Dünger verwenden;
    • Mist aus nicht intensiver Tierhaltung verwenden, bei der auf den Einsatz von Antibiotika verzichtet wird;
    • Mineralien aus natürlichen Quellen;
    • innerbetriebliche Herstellung des Kompostes.

6. Den chemischen Input der Synthese entfernen: Die maximale Menge an Metallkupfer (jeder Art) darf nicht 3 kg/ha überschreiten, ausgenommen besonders ungünstige Jahrgänge.

7. Die Grundprinzipien der Biodiversität sowie der Multifunktionalität des landwirtschaftlichen Betriebs beachten, indem man eine Mischkultur aus Kurzzeit-, bzw. Dauerbegrünungen anlegt:
    • Säen von Kräutern und Gräsern als Gründüngung im Herbst und Winter;
    • ggf. Anlegen eines Dauerrasens, um die Bodenerosion sowie die Bodenverdichtung zu verringern;
    • Unterstützung der natürlichen Entomofauna sowie der Artenvielfalt in der Landwirtschaft;
    • Abschaffung der Monokultur.

8. Durch die rationelle Planung der Pflanzung das zyklische Ausreißen der Pflanzen vermeiden:
    • jährliche Bodenverdichtungen;
    • massale Selektion;
    • Bodenruhe für mindestens 4 Jahre mit Rotation der verbessernden Begrünungen vor einer neuen Pflanzung.

9. Die Rohstoffverarbeitung auf dem niedrigsten Niveau halten, um den natürlichen Charakter des Endproduktes zu schützen, indem die Verbindung zwischen organoleptischen Eigenschaften und dem Ursprungsgebiet aufrechterhalten wird, ohne dessen Qualität zu beeinträchtigen.

10. Den Wein ausschließlich als alkoholisches Getränk betrachten, das sich aus einer teilweisen oder vollständigen Traubengärung ergibt – ohne Weiteres. Die gesamten Prozesse der Weinherstellung müssen unter Einhaltung der Qualität der Trauben erfolgen. Bei jedem Eingriff muss die Zugabe von Zusatzstoffen möglichst eingeschränkt werden:
    • Gärung ohne Einsatz von Hefen, am besten innerhalb von in den Boden eingegrabenen Amphoren;
    • Abschaffung der Verwendung von Schwefeldioxid bzw. Begrenzung auf 70 % der in der Öko-Spezifikation zulässigen Menge;
    • keine Zugabe von Zusatzstoffen, die durch Umfüllen oder Passieren nicht entfernt werden können (z. B. Tannine, Heferinden, Hefelysaten oder jede Art von Kunststoff);
    • ausschließlich Klärfiltration mit natürlichen Mitteln – am besten aus dem eigenen Betrieb (z. B. Eier, usw.);
    • Verwendung von Filtrationsmethoden – mit Ausnahme von Mehl.

Pferd zwischen den Reihen
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